Archiv der Kategorie: Bootstechnik

Segeltrimm – Kurzanleitung für Einsteiger

Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Grundregeln zum Segeltrimm und gibt der Einsteigerin und dem Einsteiger ein paar einfache Regeln zur Hand.

vorsegelBücher zum Thema Segeltrimm gibt es genug. Die meisten davon schrecken Einsteiger aber bereits auf den ersten Seiten ab. Im folgenden Artikel werden ein paar Kniffe vorgestellt, die ohne viel Zauberei zu einem sehr guten Ergebnis führen. Es werden einige Dinge bewusst stark pauschaliert dargestellt und auf weiterführende, physikalische Hintergründe verzichtet.1

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten den Segeltrimm zu optimieren, sogar auf Yachten mit Standardausrüstung, wie jede durchschnittliche Charteryacht. Doch ohne entsprechendes Wissen und Verständnis für die Zusammenhänge ist es für Einsteigerinnen und Einsteiger oft nicht klar, warum man wann und wie etwas verstellt, um die Segelstellung zu verbessern, oder woran man erkennt, ob die Segelstellung gut ist. Segeltrimm – Kurzanleitung für Einsteiger weiterlesen

  1. Weiterführende Literatur gibt es in der Yachtbibliothek genug, z.B. Peter Hahne, „Segeltrimm in Theorie und Praxis“, Pietsch Verlag.

Fehlerquellen bei der GPS-Deviationsmessung — Teil 4

Dieser Artikel erklärt Fehlerquellen und deren Größenordnung bei der Deviationsmessung mittels GPS und zeigt Möglichkeiten zur Fehlerkorrektur.

Was bisher besprochen wurde

In den ersten drei Teilen wurden die Grundlagen von (Magnet-)Kompassen und Magnetfeldern diskutiert. Es wurde die Ursache für die Deviation erklärt, sowie eine Methode zur Erstellung einer eigenen Deviationstabelle mittels GPS vorgestellt. Auch der zur erwartende Positionsfehler (Besteckversetzung) ohne Deviationskorrektur wurde gezeigt: Bei einem Kursfehler von 5° liegt die Besteckversetzung nach 12 Seemeilen bei 1 Seemeile. Die Deviationsmessung auf vielen verschiedenen Jachten im Laufe der Jahre hat gezeigt, dass Abweichen von ± 10° durchaus normal sind, teilweise sogar höher. Umso wichtiger ist es, eine genau Tabelle zu erstellen.  Fehlerquellen bei der GPS-Deviationsmessung — Teil 4 weiterlesen

Erstellen einer Deviationskurve, Teil 3

Deviationstabelle mit GPSBisher wurden eine Menge Details über die Kompassdeviation beschrieben. Im folgenden wird eine einfache Methode zur Erstellung einer Deviationstabelle und dem Zeichnen einer Deviationskurve vorgestellt.

In Teil 1 wurde hypothetisch angenommen, dass man die Deviation ermitteln kann, wenn man eine Vergleichsmessung mit und ohne Deviation durchführt. Natürlich kann man die Deviation in der Praxis nicht wirklich „abschalten“, aber man kann einen Vergleich mit deviationsfreien Messungen bzw. Messgeräten anstellen. Erstellen einer Deviationskurve, Teil 3 weiterlesen

Alles über die Kompassdeviation, Teil 1

Seit vielen Jahren erstelle ich Deviationstabellen auf unterschiedlichen Segelyachten. Doch wie exakt sind diese Tabellen? Wie kommt man zu einer Deviationstabelle und was überhaupt bringt eine solche? Braucht man die wirklich?

Dieser Artikelserie geht auf alle Aspekte von Deviation und Deviationstabellen genauer ein und zeigen Erkenntnisse unserer Studie darüber, die in mehreren Jahren über Schifsskompasse und der Deviationen zusammengetragen wurden.

In Teil 1 werden die Grundlagen von Magnetismus und Kompass erläutert. Alles über die Kompassdeviation, Teil 1 weiterlesen

Wie brauchbar sind Navigationsecken?

bavaria_46_cr_bj05.txtVor kurzem habe ich ein Foto einer Navigationsecke auf Facebook gepostet, das — wie immer auf Facebook — für Diskussion gesorgt hat.

Ob ein Schiff „gut“ oder „schlecht“ ist, wird oft sehr subjektiv beurteilt, so natürlich auch die Navigationsecke. Doch Subjektivität ist nicht vergleichbar und darüber hinaus werden Dinge beurteilt, die auf die eigentliche Funktionalität keinen Einfluss haben, wie z.B. die Holzfarbe u.ä. Wie brauchbar sind Navigationsecken? weiterlesen

Wieviel Elektronik braucht der Segler?

kartenpunkteEs gibt Dinge, über die oft endlos diskutiert wird, ohne je zu einem Ergebnis zu kommen. Meist ist von vornherein klar (zumindest einem unabhängigen Beobachter), dass jene Diskussion zu nichts führen wird. Eines von diesen Themen ist die Bordelektronik, genauer gesagt die Navigationselektronik. In der Segel-Branche habe ich zwei Stereotypen beobachtet: Wieviel Elektronik braucht der Segler? weiterlesen

Seekarten selbst erstellen mit Smrender

murterDigitale Karten und elektronische Navigation hat schon lange Einzug in der Seefahrt gehalten, in der Berufsschifffahrt genauso wie in der Sportschifffahrt. Trotzdem werden Papierkarten auch weiterhin erhalten bleiben. Sie sind wesentlich übersichtlicher und vor für die Routenplanung einfacher zu „bedienen“. Außerdem macht es Spaß mit Papierkarten zu arbeiten und man kann sie auch zur Dekoration an Wänden oder in Glastischplatten verwenden, oder die Routen besonderer Törns darauf verewigen.

Offizielle Seekarten kosten einiges und sind nicht in allen beliebigen Ausschnitten verfügbar und für manche Seegebiete gibt es gar keine vernünftige Karten. Seekarten selbst erstellen mit Smrender weiterlesen

USB-Kabel-Lifehack für heftigen Seegang

handy_gummringSmartphones sind ganz klar auf der Überholspur und lösen die vorangegangene Generation von Mobiltelefonen nach und nach ab. Sie haben einige Vorzüge gegenüber herkömmlichen Geräten. Es ist ein praktisches „Mini-All-In-One-Device“: eingebautes GPS, evtl. ein bisschen Kartenunterstützung, Stoppuhr, Notizblock, Bordkassa, Telefon, Diktiergerät, Fotoapparat, Kamera, Astro-App, und mit Wlan kann man in einer Taverne auch noch Internetsurfen.

Leider sind sie für die Bedingungen auf See ansonsten leider nicht besonders geeignet. Sie sind nicht sonderlich robust und ist das Display einmal feucht kann man es nicht mehr bedienen. Eine besondere Schwachstelle sind meiner Meinung nach auch die ziemlich fragilen Micro-USB-Stecker (s. auch Artikel über Handy-Ladeprobleme).

Bei rauheren Fahrten mit entsprechendem Seegang kann es durchaus mühsam sein, das Smartphone zu laden. Der 12V-Stecker ist meist beim Navi-Tisch zu finden, dementsprechend liegt das Handy dann genau dort, oder in einem Schwalbennest darüber, oder sonst irgend einer Nische — wo es dann spätestens bei der nächsten Wende einen Abflug macht…

usb_kabelMit einem einfachen Gummiring lässt sich das USB-Kabel fest mit dem Telefon verbinden, dass es auch bei solchen Bedingungen hält. Wie in der Abbildung rechts gezeigt, den Gummiring so am Kabel befestigen (Schifferstek), dass zwei Schlaufen bleiben. Danach am Handy anstecken und die Schlaufen seitlich über das Handy ziehen (s. Abbildung oben). Es sollte halbwegs fest sein. Falls der Gummiring zu lang ist, geht man damit am anderen Ende einmal über Kreuz und wieder zurück. Ich glaube, dass die Technik aber so einfach und einleuchtend ist, dass damit jeder Segler und jede Seglerin mit etwas Geschick zurecht kommt 😉

Viel Spaß beim Test beim nächsten Törn!

Probleme beim Handy-Laden?

stecker12vdualZur Basisausstattung jedes Seglers und jeder Seglerin gehört ein 12V-USB-Adapter zum Laden des Mobiltelefons, da auf einer Yacht während der Fahrt keine 230V zur Verfügung stehen. Manche Yachten sind mit einem sogenannten Inverter bzw. Wechselrichter ausgestattet, das ist aber eher selten und mir in den letzten 10 Jahren erst ein oder zwei Mal untergekommen.

Es ist sowohl mir selbst als auch anderen schon des öfteren passiert, dass sich das Mobiltelefon nicht oder nur schlecht (sehr langsam) aufladen lässt, oder dass es erst eine Zeit lang geladen werden muss, bevor man es einschalten kann. Probleme beim Handy-Laden? weiterlesen